Bodenanalytik
Chemie

Mit Bodenanalytik gezielt düngen

Je genauer die Informationen zu landwirtschaftlichen Böden, desto präziser und nachhaltiger lassen sie sich bewirtschaften. Die beiden Leibniz-Institute Agrartechnik und Bioökonomie und Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, haben deshalb eine Sensorplattform zur mobilen Bodenkartierung eines Ackers erfolgreich erweitert.

Mit dem so genannten Raman-System können Bodenbestandteile nun auch während der Überfahrt stoffspezifisch erfasst werden, mit hoher räumlicher Auflösung und vor Ort. „Mit dieser Methode ließen sich die Kosten und der Zeitaufwand für eine konventionelle Beprobung künftig reduzieren“, teilt das Ferdinand-Braun-Institut mit. Zugleich könne gezielter und damit umweltfreundlicher gedüngt werden.

Denn damit Landwirtinnen und Landwirte ihre Böden optimal bewirtschaften können, sind sie auf präzise Bodenanalytik angewiesen, etwa zu Nährstoffen, pH-Werten und vielen weiteren Parametern. Deren Zusammensetzung verändert sich sowohl in der Fläche als auch in der Tiefe.

Bodenanalytik eröffent neue Möglichkeiten

Für eine optimale Bewirtschaftung benötigen sie eine Karte, die sehr genau zeigt, welche Eigenschaften ihre Böden an welchen Stellen aufweisen. Aktuell entnehmen sie dazu Bodenproben, die im Labor analysiert werden. Erst dann können sie den Boden gezielt mit den tatsächlich benötigten Nährstoffen versorgen.

Die jetzt getestete mobile Sensorplattform eröffnet mit ihrer Bodenanalytik neue Möglichkeiten. Der am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie entwickelte „RapidMapper“, eine Hightech-Plattform zur Bodenkartierung, wurde um eine technologische Lösung des Ferdinand-Braun-Instituts erweitert. Forschende haben ein portables Raman-Messsystem für die Bodenanalytik entwickelt, das die molekulare Bodenzusammensetzung vor Ort schnell und ortsaufgelöst erfasst.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner