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Bodenschutz mit Wirkung

Bodenschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung, Landwirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Wasserwirtschaft, Wirtschaft sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern – so heißt es in der Stellungnahme „Bodenschutz mit Wirkung“ des wissenschaftlichen Beirats für Biodiversität und Genetische Ressourcen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, die Ende vergangenen Jahres erschien und dem Minister überreicht wurde.

Darin zeigt der Beirat Wege auf, wie die im Koalitionsvertrag 2025 verankerten Ziele für Schutz und nachhaltige Nutzung von Böden praxistauglich umgesetzt werden können. Im Zentrum steht ein kooperativer Ansatz, der Unterstützung, Anreize und verlässliche Rahmenbedingungen miteinander verbindet. Fruchtbare Böden sichern demnach Erträge, Wasserqualität, Biodiversität und Klimaschutz. Zugleich stehen viele Betriebe einerseits durch zunehmende verwaltungs- und witterungsbedingte Herausforderungen und andererseits durch die Folgen fortschreitender Bodendegradierung unter Druck.

Die Stellungnahme empfiehlt pragmatische Lösungen, die auf vorhandenen Daten und bewährten Verfahren aufbauen. Dazu zählen einfache betriebliche Nährstoffbilanzen, digitale Vermittlung von Nährstoffüberschüssen, Förderung effizienter Düngestrategien, gestärkte Beratung und rechtlich abgesicherte Kooperationen zwischen Betrieben. „So lässt sich mit weniger Bürokratie mehr Wirkung erreichen“, heißt es.

Wesentliche Aussagen zum Bodenschutz

Der Erhalt gesunder Böden liegt im ureigenen Interesse vieler Betriebe, denn er sichert stabile Erträge, Produktionssicherheit, Wirtschaftlichkeit und stärkt die gesellschaftliche Akzeptanz. Sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlich ist vorsorgender Bodenschutz somit sinnvoll.

Neben der Begrenzung von Stickstoffüberschüssen gehören der verantwortliche Umgang mit Phosphor, die Förderung der Bodenbiodiversität und die Stärkung zentraler Bodenfunktionen wie Infiltration und Aggregatstabilität dazu.

Politik und Praxis sollten vorhandene Daten und einfache, verlässliche Instrumente nutzen, damit diese Ziele messbar erreicht werden. Gleichzeitig ist es zentral, die Perspektive der landwirtschaftlichen Praxis differenziert zu erfassen.

Download der Stellungnahme

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